Die operative Intensivstation unserer Klinik umfasst 27 Betten mit insgesamt 20 Beatmungsplätzen. Auf den beiden zusammengehörenden Intensivstationen Station 32-3 und Station 36-4 werden Patienten aller operativen Dispziplinen des Universitätsklinikums intensivmedizinisch behandelt. Die Versorgung unserer Intensivpatienten erfolgt in einem interdisziplinären Ansatz bei dem tägliche gemeinsame Visiten mit den Direktoren und Oberärzten der beteiligten operativen Disziplinen stattfinden. Die beiden Stationen 32-3 und 36-4 werden im Sinne eines „step up – step down“ Konzeptes geführt mit höherer intensivtherapeutischer Versorgungsintensität auf der Station 32-3. Allein auf der Stationen 32-3 werden pro Jahr über 1200 Patienten intensivmedizinisch versorgt. Der Anteil beatmeter Patienten beträgt dabei über 60 %, die durchschnittliche Verweildauer bei diesem Patientenkollektiv liegt bei etwa 6 Tagen. Neben Patienten nach großen operativen viszeral-, gefäß- und thoraxchirurgischen sowie neurochirurgischen Eingriffen werden vor allem Patienten mit Sepsis und schwerem Lungenversagen (ARDS) therapiert. Die Klinik für Anaesthesiologie und operative Intensivmedizin ist eines von 5 deutschen und 12 europäischen Zentren, in welchen die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) zur Therapie von Patienten mit schwerem ARDS erfolgreich durchgeführt wird. Aktuell haben wir mehr als 50 Patienten mit diesem Verfahren therapiert. Ferner wird auch das Verfahren der pECLA („pumpless extracorporeal lung assist“) sowie der high frequency oscillation ventilation (HOFV) bei ARDS eingesetzt. Pro Jahr werden etwa 40 Patienten mit schwerem ARDS von Intensivstationen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zur weiteren Behandlung uns zuverlegt.